Fördermöglichkeiten

Aufstiegs-BAföG

Gefördert werden Personen, die eine öffentlich-rechtliche Prüfung in Industrie und Handel oder Handwerk anstreben. Gefördert wird mit einem rückzahlungsfreien Zuschuss und einem zurückzuzahlenden Darlehen. Es muss eine Aufstiegsfortbildung sein, d. h. es müssen Mindestanforderungen an Umfang und Anspruch erfüllt werden. Gefördert werden im Wesentlichen die Kosten für den Lehrgang und die Prüfung selbst. Das Bestehen der Prüfung wird belohnt, indem der Darlehensanteil an Lehrgangs- und Prüfungskosten um 25 Prozent gesenkt wird.

Welche Lehrgänge werden gefördert?

Förderungsfähige Voll- und Teilzeitlehrgänge müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Die Fortbildungsveranstaltung muss mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen
  • Die Förderungshöchstdauer beträgt 24 Monate für Vollzeitfortbildungen und 48 Monate für Teilzeitveranstaltungen
  • Bei Vollzeitveranstaltungen müssen wöchentlich an vier Werktagen Lehrveranstaltungen mit einer Dauer von mindestens 25 Unterrichtsstunden stattfinden
  • Teilzeitveranstaltungen müssen innerhalb von vier Jahren abschließen. Die Lehrveranstaltungen müssen innerhalb von acht Monaten mindestens 150 Unterrichtsstunden umfassen
  • Fernunterrichtslehrgänge sind ebenfalls förderungsfähig

Wo beantragt man Aufstiegs-BAföG?

Für die Antragsstellung auf Förderung nach dem AFBG ist in Nordrhein-Westfalen die Bezirksregierung Köln zuständig.

Die Förderung mit Unterhaltsbeiträgen erfolgt ab Lehrgangsbeginn, frühestens jedoch ab dem Antragsmonat. Sie sollte daher rechtzeitig vor Beginn der Veranstaltung beantragt werden. Lehrgangsbeiträge können noch bis zum Ende des Lehrgangs beantragt werden.

Weitere Infos unter
https://www.aufstiegs-bafoeg.de/

Begabtenförderung Berufliche Bildung

Das Weiterbildungsstipendium fördert die berufliche Qualifizierung im Anschluss an den erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung. Erste Voraussetzung für eine Bewerbung ist daher, dass eine Ausbildung in einem anerkannten dualen Ausbildungsberuf auf der Grundlage des Berufsbildungsgesetzes (BBiG), der Handwerksordnung (HwO) oder in einem bundesgesetzlich geregelten Fachberuf im Gesundheitswesen absolviert wurde. Bei der Aufnahme in das Programm muss man jünger als 25 Jahre sein und die Abschlussprüfung muss mit mindestens 87 Punkten oder besser als "gut" bestanden sein.

Weitere Infos unter
www.sbb-stipendien.de
www.bmbf.de/de/762.php 

Bildungsscheck des Landes NRW

Betrieblicher Zugang zum Bildungsscheck NRW

Beim Betrieblicher Zugang zum Bildungsscheck wird der Betrieb beraten und der Betrieb trägt den Eigentanteil.

  • Betriebsgröße: max. 249 Beschäftigte
  • Kurskosten: ab 500,00 €
  • Anzahl: max. zehn Bildungsschecks im Zeitraum von zwei Kalenderjahren
  • Zielgruppen: alle Beschäftigten (außer öffentlicher Dienst)
  • Förderhöhe: 50% der Kurskosten, höchstens 500,00 € pro Bildungscheck

Individueller Zugang zum Bildungsscheck NRW

Beim Individuellen Zugang zum Bildungscheck NRW wird die bzw. der Beschäftigte selbst
beraten und trägt den Eigenanteil.

  • Betriebsgröße: max 249 Beschäftigte
  • Einkommen: zu versteuerndes Einkommen max. 30.000,00 €,
    bei gemeinsam Veranlagten max. 60.000,00 €
  • Kurskosten: ab 500,00 €
  • Anzahl: ein Bildungsscheck im Zeitraum von zwei Kalenderjahren
  • Zielgruppen: alle Beschäftigten (außer öffentlicher Dienst) und Berufsrückkehrende
  • Selbstständige erhalten keine Bildungsschecks
  • Förderhöhe: 50% der Kurskosten, höchstens 500,00 € pro Bildungsscheck

Weitere Infos unter
https://www.mais.nrw/bildungsscheck 

Weitere Infos sowie Anmeldemöglichkeiten zur Beratung erhalten Sie bei LerNet.

Steuerliche Förderung

Fort- und Weiterbildungskosten können in der Einkommenssteuererklärung als Werbungskosten berücksichtigt werden und somit zu erheblichen Steuerersparnissen führen. Dies sollte bei der Entscheidung über die Teilnahme an einem Weiterbildungslehrgang berücksichtigt werden. 


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